Vorhabens Beschreibung & Pflegekonzept Ambulante Pflege GmbH Tagespflege

Beschreibung der Situation

In unserer näheren Umgebung ist der Bedarf an Tagespflegen nicht gedeckt. Diesem bedarf wollen wir nachgehen und eine Tagespflege für den Bereich Hille und Lübbecke eröffnen. Diese Tagespflege

soll den Bedarf in den Ortschaften Hille, Eickhorst, Oberlübbe, Rothenuffeln und Bergkirchen sowie den Bedarf in den Ortschaften Nettelstedt, Gehlenbeck, Eilhausen und Lübbecke sicherstellen. Wir möchten die Synergieeffekte nutzen und unserem Kundenstamm vorwiegend aus den Reihen der Kunden des Hauseigenen Pflegedienstes stellen. In diesen Ortschaften wird auch von der Politik eine Einrichtung wie die der Tagespflege gewünscht und gefordert. Diesem Wunsch möchten wir gerne nachkommen.

Rahmenbedingungen

Träger der Tagespflege wird die Ambulante Pflege Gesellschaft mbH die seit 1995 in den Bereichen Hille, Bad Oeynhausen, Minden und Porta Westfalica tätig ist.

Lage der Einrichtung

Die Tagespflege liegt mitten in Nettelstedt. Öffentliche Einrichtungen wie Banken, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten und Arztpraxen befinden sich in unmittelbarer Nähe und sind auch zu Fuß

gut zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Freilichtbühne die über die Sommermonate ein abwechslungsreiches Programm bietet.

Ausstattung der Einrichtung

Es handelt sich um ein Mietobjekt. Vermieter ist die V+V am Wiehen Gbr Rodelweg 6, 32479 Hille.

Die Tagespflege ist ein mit 17 Gast-Plätzen vorgehaltener Bereich in den Räumen des Hauses

Schnathorster Str. 2c in 32312 Lübbecke/Nettelstedt. Die Einrichtung ist komplett Barrierefrei zu erreichen. Zur Betreuung unserer Gäste werden folgende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

  • Ein großer Wohn und Aufenthaltsbereich mit angeschlossener Küche
  • Ein großzügiger Ruheraum
  • Ein behindertengerechtes Badezimmer
  • Eine behindertengerechte Damentoilette
  • Eine behindertengerechte Herrentoilette
  • Ein Foyer mit Sitzecke
  • Zwei Großzügige Therapieräume
  • Ein großzügiger begrünter Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten
  • Ein Aufenthaltsraum für Mitarbeiter
  • Ein Büro
  • Ein Putzmittelraum
  • Ein großzügiger schön gestalteter Garten

Die Einrichtung der Räumlichkeiten geschieht in enger Abstimmung mit der zuständigen Heimaufsicht des Kreises Minden-Lübbecke.

Bewohnerschaft

Der Kundenkreis der Tagespflege wird sich auf alte Menschen mit und ohne Demenz beschränken.

Externe Dienstleistungen

  1. Menüservice (Mittagessen) Meyer Menü
  2. Gästetransport durch Fahrdienst

Beschreibung der Arbeitsinhalte

Das Programm der Tagespflegeeinrichtung wird so gestaltet, dass die Tagesgäste Möglichkeiten zur freien Beschäftigung haben und ihnen gezielte Programmangebote gemacht werden. In der Zeit der freien Beschäftigung machen unsere Mitarbeiter Vorschläge und geben Anregungen zu selbstständigen Aktivitäten allein oder in Gruppen. Mit diesem Angebot soll die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit gefördert werden.

Folgende gezielte Angebote werden gemacht:

  • Alltagstraining (z.B. Toilettentraining)
  • Gruppenangebote abgestimmt auf Gruppenstärke und Teilnehmer
  • Gymnastik durch Physiotherapeuten zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten
  • Hirnleistungstraining
  • Basteln und Werken
  • Einzeltherapie
  • Therapeutisches Backen und Kochen
  • Gesellschaftsspiele
  • Musizieren
  • Vorlesen

Pflege und Betreuungsbereich

Pflegemodell

Unsere Mitarbeiter arbeiten angelehnt an das Pflegemodell von Monika Krohwinkel. Die Elemente des Modells beinhalten das Rahmenmodell der ganzheitlich fördernden Prozesspflege und das AEDL- Strukturierungsmodell. Das Pflegemodell unterstützt die Mitarbeiter in der individuellen ganzheitlichen Pflege und ist die Grundlage der Pflegeprozessplanung. Es beschreibt eine vereinbarte nachvollziehbare Vorgehensweise, um pflegerische Situationen zu beobachten, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Probleme zu erkennen und die angemessenen Maßnahmen durchzuführen.

Pflege- und Betreuungssystem

Unsere Pflege- und Betreuungsorganisation erfolgt im Bezugspflegesystem auf der Grundlage des Pflegeprozesses. Eine Pflegefachkraft ist kontinuierlich für die Pflegeprozessplanung einer bestimmten Anzahl von Gästen verantwortlich. Die Auswahl der Gäste richtet sich nach dem Stellenumfang eines Mitarbeiters.
Die Gäste werden namentlich der Pflegefachkraft zugeordnet. Die Bezugspflegekraft wird vertreten durch die anderen Pflegefachkräfte oder Pflegehelfer.
Die Bezugspflege bildet die Basis zur Entwicklung einer Vertrauensbeziehung und gibt den Gästen und ihren Angehörigen Sicherheit. Die Bezugspflegekraft ist für die Erfassung von Problemen, Ressourcen, Besonderheiten, Zielen und Maßnahmen verantwortlich, damit eine Pflege nach dem PDCA-Zyklus (Planen, Durchführen, Überprüfen, Anpassen) stattfindet.

Pflegeprozess

Der Pflegeprozess ermöglicht  eine zielgerichtete und ganzheitlich orientierte, individuelle Pflege.

Die Pflegeplanung bietet einen strukturierten Rahmen für die professionelle Pflege. Es beschreibt die logischen auf einander folgenden Schritte eines Problemlösungsprozesses.

  1. Informationssammlung
  2. Erkenne von Problemen und Ressourcen
  3. Festlegung der Ziele
  4. Planung der Plegemaßnahmen
  5. Durchführung der Pflege
  6. Beurteilung der Wirkung der Pflege auf den Menschen

Pflegeprozess nach Flechtker/ Meier

Dokumentationssystem

In unserer Einrichtung wird das Dokumentationssystem der Firma Optiplan verwendet.

Sämtliche Arbeitsschritte werden nach neuesten pflegewissenschaftlichen Kenntnissen durchgeführt.

  1. Biografiearbeit zur Ressourcenerfassung
  2. Risikoerfassung zur Erkennung von Problemen
  3. Intervention unter Berücksichtigung der Selbstbestimmung und Wünsche eines jeden Gastes
  4. Überprüfung der Maßnahmen unter Berücksichtigung der Zielvereinbarungen nach den System des PDCA Zyklus.

Innerbetriebliche Kommunikation

Das Organigramm veranschaulicht die Kommunikationswege unserer Einrichtung. Zur innerbetrieblichen Kommunikation gehören das Besprechungswesen und das Dokumentationswesen. Dadurch ist für alle Mitarbeiter ein handlungsorientiertes Arbeiten Sichergestellt.

Qualitätssicherung

Im §114 SGB XI des Plegeversicherungsgesetz sind Grundsätze und Maßstäbe für die Qualität und Qualitätssicherung sowie das Verfahren zur Durchführung von Qualitätsprüfungen verbindlich festgelegt.

Interne Qualitätssicherungsmaßnahmen

  1. Die Einrichtung eines Qualitätszirkels
  2. Die Entwicklung, Anwendung und Weiterentwicklung von Standards/Konzepten
  3. Pflegevisiten und Ergebnisbesprechungen
  4. Die Entwicklung, Anwendung und Weiterentwicklung eines funktionierenden

Qualitätsmanagementes

  1. Beschwerdemanagementverfahren
  2. Fort- und Weiterbildung

Externe Qualitätssicherungsmaßnahmen

  1. Qualitätskonferenzen
  2. Teilnahme an Arbeitskreisen zur Tagespflege (angestrebt)

Leistungsbeschreibung

Für unsere Gäste erbringen wir den Pflegebedarf sowie dem Gesundheitszustand entsprechende Pflege- Betreuungsleistungen nach den SGB XI:

  1. Unterstützung bei der Körperpflege
  2. Unterstützung bei der Ernährung
  3. Leistungen der medizinischen Behandlungspflege
  4. Individuelle Betreuung und aktivierende Hilfen
  5. Soziale Betreuung mit dem Ziel Vereinsamung, Apathie, Depression, und andere psychische Störungen sowie Immobilität zu vermeiden.
  6. Symptom Orientierte Therapie mit dem Ziel die Fähigkeiten des Sprechens, Greifens, Fühlens, Zuordnens und Erkennens zu aktivieren.
  7. Bewegungstherapie und Gymnastik mit dem Ziel die Beweglichkeit und Koordination zu trainieren und zu erhalten.
  8. Beschäftigungstherapie mit Angeboten aus dem handwerklichen, spielerischen und hauswirtschaftlichen Bereich.
  9. Krankengymnastik: wird durch externe Fachkräfte, die in die Tagespflege kommen, eigenverantwortlich betrieben.
  10. Stabile Rituale / Begrüßung, Mahlzeiten mit fest bestehendem Ablauf
  11. Feste Zeiten im Tagesablauf, In den Aktivitäten, Mittagsruhe
  12. Aktivitäten- stabiles Tages-, Wochen- und Monatsplanung
  13. Stabilen Personalstamm
  14. Fahrdienst (extern) Hin- und Rückfahrt

Kooperation mit externen Diensten

  1. Fahrdienst
  2. Speisenversorgung (Mittagstisch)
  3. Wäscheversorgung (Flachwäsche)
  4. Hausreinigung

Zusammenarbeit mit Angehörigen

Die Mitarbeiter der Tagespflege kooperieren möglichst eng mit den Angehörigen und Betreuern, um die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse der Gäste in unserer Pflege und Betreuungsarbeit in optimaler Weise berücksichtigen zu können. Besonders bei der Erhebung der Biografie und der Ess- und Trinkgewohnheiten sind wir auf die Unterstützung der Angehörigen angewiesen. Auch in der Integrationsphase sowie in Krisensituationen (schwere Erkrankung, Heimweh, psychische Störungen) ist diese Arbeit mit Angehörigen unverzichtbar. Es werden regelmäßig Angehörigen Beratungsgespräche durchgeführt. Bei Bedarf werden Hilfeleistungen beim Kontakt zu Behörden und Ämtern angeboten.

Sachliche Ausstattung

Neben Tischen und Stühlen mit Armlehnen werden für die Gäste auch Ruhesessel vorhanden sein. Im Bedarfsfall wird auch ein Pflegebett vorhanden sein. Für Gäste die sich mittags nicht hinlegen möchten wird es eine Sitzecke mit Sessel und Sofa geben.

Das Bad enthält einen Pflegeschrank der entsprechende Pflegeutensilien für die Gäste enthält.

Für die Betreuung werden Spiele, Bücher, Zeitschriften, Bastelmaterialien zu Verfügung stehen.